Die gesetzliche Krankenversicherung ermöglicht eine medizinische Grundversorgung, die alle Menschen in Deutschland unabhängig ihres Einkommens einheitlich nutzen können. Da die Finanzierung der Leistungen durch die Kassen jedoch kaum mehr zu bewältigen ist, hat sich die Bundesregierung bereits mehrfach dazu entschieden, statt einer Erhöhung der Beiträge die Leistungen für Versicherte zu beschneiden. Sowohl bei Behandlungen im Krankenhaus wie auch bei nötigem Zahnersatz oder bei gewünschten Heilpraktikerbehandlungen müssen gesetzlich Versicherte somit Privatleistungen in Anspruch nehmen, die aus eigener Tasche zu finanzieren sind.
Zusatzversicherungen bieten finanziellen Schutz
Um auch Kassenpatienten die Möglichkeit zu eröffnen, Privatbehandlungen ohne Kostendruck in Anspruch zu nehmen, haben die privaten Krankenversicherungen die Zusatzversicherung ins Leben gerufen. Eine solche Versicherung kann von jedem Menschen, der verbesserte Gesundheitsleistungen nutzen und für diese nicht extra bezahlen möchte, abgeschlossen werden. Um wirklich jedem Wunsch gerecht zu werden, gibt es dabei nicht nur eine einzige Zusatzversicherung, sondern für jeden Behandlungsbereich kann ein separater Vertrag vereinbart werden. Besonders beliebt sind erweiterte Versicherungen für Zahnersatz, für Behandlungen im Krankenhaus sowie Krankentagegeldtarife, die einen finanziellen Ausgleich zu den Einkommenseinbußen im Krankheitsfall ermöglichen. Nachfolgend werden die einzelnen Zusatzverträge im Detail erklärt und individuell erläutert.
Die Zusatzversicherung für Brillenträger
Brillenträger wünschen sich in den meisten Fällen eine schöne und optisch ansprechende Brille, die als modisches Accessoire genutzt werden kann. Entspiegelte Gläser, ein leichtes Gestell sowie selbsttönende Gläser können hierbei als Zusatzleistungen genutzt werden, die den Tragekomfort einer Brille deutlich erhöhen. Mitunter müssen für ein solches Stück dann einige hundert Euro pro Jahr aufgewendet werden. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten in diesem Bereich seit Jahren keine finanzielle Unterstützung mehr, sodass Brillenträger die Kosten in voller Höhe privat finanzieren müssen.
Mit einer Zusatzversicherung, die speziell für Brillenträger entwickelt wurde, können diese Kosten allerdings erstattet werden. Üblich sind jährliche Leistungen von 100-300 Euro, die Versicherte nach Vorlage der Rechnung ausgezahlt bekommen. Zusätzlich bieten einige dieser Zusatzversicherung auch die Übernahme von Vorsorgeuntersuchungen, um etwa den grünen Star rechtzeitig erkennen und behandeln zu können. Die einzelnen Leistungen sowie die Höhe der jährlichen Erstattungen für Sehhilfen können in einem Vergleich gegenübergestellt und überprüft werden. So lassen sich auch die Testsieger der Zusatzversicherung finden und für den individuellen Schutz abschließen.
Zusatzversicherungen für Heilpraktikerbehandlungen
Die klassische Schulmedizin setzt zur Behandlung einer Erkrankung in erster Linie auf die Behebung der Symptome, indem Tabletten und Medikamente verordnet werden. Immer mehr Menschen jedoch suchen nach alternativen Heilmethoden, wie sie etwa von Heilpraktikern angewendet werden. Diese natürlichen Behandlungsverfahren sind dabei oft viel schonender zum Organismus, bieten oft aber die gleichen Heilungschancen. Vor allem Eltern wollen ihre Kinder mittlerweile immer häufiger auf diesem Wege behandeln lassen.
Die gesetzlichen Krankenkassen lehnen die Übernahme von Heilpraktikerbehandlungen in aller Regel ab, da diesen oft die wissenschaftliche Grundlage fehlt. Wer derartige Behandlungen dennoch nutzen möchte, muss diese aus eigener Tasche bezahlen. Nur dann, wenn eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker abgeschlossen wurde, werden die Kosten von dieser Versicherung übernommen. In vielen Tarifen sind die Leistungen für Heilpraktiker mit anderen Angeboten wie etwa Auslandsbehandlungen und Sehhilfen verbunden. Ein Vergleich hilft hier, die besten Tarife zu finden und für sich zu nutzen.
Die Zusatzversicherung für ambulante Behandlungen
Viele Behandlungen beim Haus- oder Facharzt vor Ort werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Dies gilt jedoch nur für Leistungen, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen enthalten sind. Viele Vorsorgeuntersuchungen jedoch werden mittlerweile nicht mehr übernommen, gleiches gilt für alternative Behandlungsmethoden sowie Behandlungen durch Heilpraktiker. Um diese Untersuchungen sowie die Behandlungen dennoch finanzieren zu können, bietet sich der Abschluss einer speziellen Versicherung für diese Bereiche an. So können auch Kassenpatienten eine Behandlung als Privatpatient in Anspruch nehmen und müssen sich über die dabei anfallenden Kosten keine Gedanken machen.
Der Umfang der Policen ist jedoch von Versicherung zu Versicherung sehr unterschiedlich. Wird in den einen Verträgen lediglich die Übernahme von Vorsorgeuntersuchungen vereinbart, können andere Policen auch die Übernahme der Kosten von Sehhilfen oder aber die Heilpraktikerbehandlung beinhalten. Ein Vergleich der Offerten ist daher unbedingt notwendig und sinnvoll.
Stationäre Zusatzversicherungen
Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist selten erfreulich. Da wünscht man sich doch zumindest eine umfassende Behandlung und einen angenehmen Aufenthalt. Letzterer wird jedoch häufig durch die Unterbringung im Vierbettzimmer verhindert, denn Ruhe und Entspannung sind in diesen Fällen häufig nicht möglich. Wer jedoch in ein Einzel- oder Zweibettzimmer umziehen möchte, muss hierfür nicht selten Kosten von bis zu 100 Euro pro Tag investieren.
Besser ist es daher, sich bereits frühzeitig mit einer privaten Zusatzversicherung fürs Krankenhaus zu beschäftigen. Eine solche Versicherung übernimmt die Kosten für die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und sorgt sogar dafür, dass Versicherte vom Chefarzt persönlich behandelt werden. Mit der Übernahme der Leistungen bietet die Versicherung so auch ein gutes Gefühl, von erfahrenen Ärzten behandelt und umsorgt zu werden. Auch die freie Krankenhauswahl, die Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr möglich ist, kann so ohne Zusatzkosten erreicht werden. Die Leistungen der stationären Zusatzversicherung sowie deren Kosten sind allerdings nicht in jedem Fall gleich. Daher lohnt sich ein kostenloser Online-Vergleich, der in wenigen Minuten die günstigsten und besten Policen aufzeigt.
Krankentagegeld
Eine lange Krankheit hat oft nicht nur zahlreiche Behandlungen zur Folge, vielfach müssen Betroffene auch einen Verdienstausfall hinnehmen. Bei Arbeitnehmern beispielsweise übernimmt der Arbeitgeber für einen Zeitraum von sechs Wochen diesen Verdienstausfall, im Anschluss übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Diese tragen jedoch nur noch einen Anteil von ca. 70 Prozent des Bruttoeinkommens, was je nach bisherigem Verdienst zu Verlusten von einigen hundert Euro führen kann. Selbstständige und Freiberufler müssen von Anfang an den Einkommensverlust allein tragen, denn eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es für diese Berufsgruppen nicht.
In beiden Fällen ist es daher wichtig, mit einer Krankentagegeldversicherung vorzubeugen. Diese Zusatzversicherung übernimmt einen vorher vereinbarten Tagessatz und gleicht so den Verdienstausfall aus. Um das Einkommen müssen sich Versicherte somit auch bei längerer Krankheit keine Sorgen machen und können sich vollends auf die Genesung konzentrieren. Die Höhe der täglichen Auszahlbeträge sowie die Kosten einer solchen Versicherung sind jedoch von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dies ist zum einen die Höhe der Versicherungsverträge, zum anderen aber auch das Eintrittsalter sowie der Zeitpunkt, ab wann die Zusatzversicherung leistet. Ein Vergleich der Angebote kann so helfen, günstige Policen zu finden und so mit niedrigen Kosten vorzusorgen.
Krankenhaustagegeld
Eine ebenfalls sehr lohnende Zusatzversicherung ist die Krankenhaustagegeldversicherung. Ähnlich wie die Krankentagegeldversicherung übernimmt auch sie einen festgelegten Tagessatz, der jedoch nicht pauschal bei Krankheit, sondern erst bei einem nötigen Krankenhausaufenthalt ausgezahlt wird. Mit der Auszahlsumme ist es dann möglich, den Aufenthalt im Krankenhaus bequemer zu gestalten und etwa die Kosten für Fernseher, Telefon oder aber die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer zu finanzieren. Zusätzlich ist es auch möglich, Familienangehörige zu unterstützen, die mitunter weite Wege in die Klinik zurücklegen müssen, denn die Verwendung der Gelder ist völlig frei.
Eine Krankenhaustagegeldversicherung ist daher für alle Versicherten sinnvoll, die sich einen Krankenhausaufenthalt angenehm gestalten wollen. Da die Kosten für einen solchen Vertrag jedoch je nach Anbieter variieren können, bietet sich ein kostenloser Vergleich an, mit dem in wenigen Minuten der passende Tarif gefunden werden kann.
Kombinierte Zusatzversicherungen
Zusatzversicherungen bieten also die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen eine private Krankenversicherung abzuschließen und alle Vorteile eines solchen Vertrages in Anspruch zu nehmen. Viele Versicherte wollen die Zusatzversicherung aber nicht nur auf wenige Bereiche beschränken, sondern umfassend vorsorgen. Möglich ist dies mit kombinierten Zusatzversicherungen, die sowohl den Zahnersatz wie auch die ambulante oder die stationäre Versicherung beinhalten. Mit diesen Tarifen können Versicherte Zusatzbehandlungen in den jeweils ausgewählten Bereichen nutzen und oft sogar Kosten sparen, denn kombinierte Tarife sind meist günstiger als mehrere Einzeltarife. Wer also mehrere Bereiche absichern möchte, sollte entsprechende Angebote suchen und diese natürlich miteinander vergleichen. Nur dann, wenn diese einen umfassenden Leistungsumfang bieten, als Testsieger aus unabhängigen Tests hervorgegangen sind und auch noch günstig abgeschlossen werden können, ist die Absicherung vollends gegeben.
Zusatzversicherungen für Kinder
Eine private Zusatzabsicherung ist natürlich nicht nur für Erwachsene interessant, sondern sollte auch für Kinder vereinbart werden. Gerade im Bereich der alternativen Heilmethoden nutzen immer mehr Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder von Heilpraktikern behandeln zu lassen, um die kleinen Körper vor zu zahlreichen Medikamentengaben zu schonen. Auch im Bereich der Zahnbehandlungen sind nicht selten Kieferorthopädische Maßnahmen nötig, die von den gesetzlichen Kassen nicht oder nicht vollumfänglich übernommen werden. Letztlich bietet die stationäre Zusatzversicherung die Möglichkeit, dem Kind im Krankenhaus alle Annehmlichkeiten zukommen zu lassen und gleichzeitig als Eltern immer dabei zu sein. Auch hier übernimmt die gesetzliche Kasse oft nicht alle Kosten, sodass sich Eltern mit einer Zusatzversicherung für Kinder selbst vor hohen Kostenbelastungen schützen können. Letztlich ist der Abschluss einer Zusatzversicherung für Kinder häufig sehr günstig möglich, denn in jungen Jahren wird aufgrund des guten Gesundheitszustandes meist eine deutlich geringere Prämie fällig als später.
Da es von den privaten Krankenversicherungen zahlreiche Zusatz-Versicherungen für Kinder gibt, die jedoch unterschiedliche Preise und Leistungen aufweisen, sollten Eltern die Angebote vor einem Abschluss umfassend vergleichen. Ein Online-Vergleich bietet bereits nach wenigen Minuten eine Übersicht über die Angebote am Markt und hilft durch die Anzeige der Testsieger bei der Entscheidungsfindung.